Konzert stimmte klangvoll auf Weihnachten ein

In der Woche vor den Weihnachtsferien findet traditionell das große Weihnachtskonzert mit Orchester, Bigband, Schulband, dem Rock-Pop-Jazz-Chor sowie einigen Solisten statt.

Foto: Hannah Sturm

Auch in diesem Schuljahr hatten die beteiligten Lehrkräfte ein vielfältiges Programm von Klassik bis Pop zusammengestellt. Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler waren an der Aufführung in der Mensa des Donau-Gymnasiums beteiligt. Frau Stangl leitete Orchester und Bigband, Frau Zormeier den Rock-Pop-Jazz-Chor. Zusammen mit Herrn Mehringer war Frau Zormeier auch für die Schulband verantwortlich, die erst im vergangenen Schuljahr neu gegründet worden war.

In der Aula wurden die zahlreichen Gäste mit Punsch, Glühwein und Plätzchen empfangen und somit bereits auf die weihnachtlichen Klänge vorbereitet. „Wir wollen mit Ihnen, im wahrsten Sinne des Wortes, Weihnachten etwas anstimmen“, begrüßte Schulleiterin Frau Ettlinger die Zuhörer zu Beginn des Konzerts.

Das musikalische Spektrum reichte von klassischen Stücken von Mozart, Mascagni oder Bach bis hin zu Songs von Sheryl Crow, Elton John oder Taylor Swift.

Foto: Hannah Sturm

Beeindruckend sind jedes Jahr auch die solistischen Leistungen einzelner Schüler. So begeisterte z. B. das Klarinettenkonzert von Mozart, vorgetragen von Jacob Mühl (Q13), begleitet von Marie Sendtner (ebenfalls Q13) am Klavier. Treuen Konzertbesuchern des DGK sind auch die Schwestern Bardha und Dhurata Bllaca (10b) bekannt. Dieses Mal begeisterten sie mit einer einfühlsamen Interpretation von J. S. Bachs/ Ch. Gounods „Ave Maria“. Auch Lisa Stöckl (Q13) beeindruckt jedes Jahr durch ihren Gesang. Für dieses Konzert hatte sie „Snowflake“ von Sia für ihren Vortrag, den sie selbst am Klavier begleitete, ausgewählt. Eine weitere Schülerin der Q13, Maya Wutzlhofer, stimmte an der Trompete den Song „You raise me up“ von Secret Garden an. Auch sie wurde von Marie Sendtner am Klavier begleitet.

Besonders viel Applaus erntete die Eigenkomposition von Vincent Linhard (10a). Vincent improvisiert seit einigen Jahren am Klavier. Eine Improvisation hat ihm dabei so gut gefallen, dass er sie aufgenommen und später niedergeschrieben hat. Christian Hopfinger (11b) begleitete Vincent gekonnt mit der Querflöte.

Einen weiteren Höhepunkt des Abends boten die Geschwister Sebastian (6e), Franziska (7e) und Johannes Drago (8b), die nicht nur im Orchester musizierten, sondern auch als Trio auf der Bühne standen.

So wunderbar die Darbietungen von Solisten auch sind, der gemeinsame Auftritt mehrerer Schülerinnen und Schüler in Orchester, Bigband, Schulband sowie Chor hat ebenso einen besonderen Reiz. Und so war es nicht überraschend, dass alle daran Beteiligten mit reichem Applaus für ihre Auftritte belohnt wurden.

Mit dem beschwingten Stück „Getting in the Mood for Christmas“, von allen Mitwirkenden gemeinsam vorgetragen, wurden die zahlreichen Konzertbesucher schließlich in die Weihnachtszeit entlassen.

Foto: Hannah Sturm

Ein herzlicher Dank geht an alle mitwirkenden Schülerinnen und Schülern sowie an die Lehrkräfte, die mit viel Herzblut und Leidenschaft die einzelnen Stücke ausgesucht und einstudiert hatten. Ebenso großer Dank an die AG Licht und Ton von Herrn Mehringer für das stimmungsvolle Ambiente.

Petra Todt, Hannah Sturm (MZ)

Fast 30 Pakete für die Kelheimer Tafel

Vor über zehn Jahren kam der damalige stellvertretende Schulleiter Raimund Fries auf die Idee, in der Vorweihnachtszeit die Kelheimer Tafel zu unterstützen, indem die Schülerinnen und Schüler des Donau-Gymnasiums Lebensmittel und andere Dinge des alltäglichen Bedarfs für Bedürftige spenden.

Auch heuer wurde diese schöne Tradition fortgesetzt und die SMV (SchülerMitVerantwortung) am DGK übernahm zusammen mit den Verbindungslehrkräften Frau Scholz und Herrn Pöllath die Organisation. So bekam vor Wochen schon jede einzelne Klasse eine Liste, auf der genau angegeben war, was alles benötigt wurde. Jeder aus der Klasse konnte so seinen Beitrag dazu leisten und beispielsweise Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Kekse, Schokolade oder auch Seife, Desinfektionsmittel oder Zahnpasta mitbringen, um nur ein paar der benötigten Dinge zu nennen. Die fertigen Pakete wurden von der SMV gesammelt und konnten schließlich Herrn Fries, der mittlerweile zwar im Ruhestand, aber immer noch äußerst engagiert bei der Kelheimer Tafel tätig ist, stolz am 16.12.2025 im Beisein der Schulleiterin OStDin Sylvia Ettlinger und Vertretern der SMV übergeben werden. Fast 30 Pakete kamen heuer zusammen, so viele wie noch nie!

Herr Fries zeigte sich darüber auch sehr erfreut und lobte das Engagement der Schülerschaft, wobei einzelne Mitglieder der SMV auch betonten, wie viel Freude ihnen die Arbeit gemacht hätte, in dem Bewusstsein, Leuten zu helfen, denen es nicht so gut geht wie einem selber.

Aufgrund der großen Zahl der gespendeten Pakete erwies sich dann jedoch der Transport zur Kelheimer Tafel als etwas herausfordernd, konnte aber dank einiger „freiwilliger“ Fahrer aus der Q13 und der Lehrerschaft dann noch gut gemeistert werden!

Herr Fries ließ es sich dann auch nicht nehmen, vor Ort den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise der Tafel in Kelheim noch zu erklären. So erfuhren wir, dass jeden Freitagnachmittag bis zu 70 Familien nach Vorlage eines Berechtigungsscheines, den das Landratsamt Kelheim an die Bedürftigen ausgibt, sich bei der Tafel mit verschiedenen Lebensmitteln und benötigten Alltagsdingen eindecken können. Die Spenden kommen dabei vor allem von Supermärkten, aber auch Privatpersonen.

Dank der Spendenbereitschaft der Schülerinnen und Schüler des DGK sind bei der Tafel die nächsten Wochen die Regale jedenfalls wieder besser gefüllt, sodass zu Weihnachten bei einigen Familien im Landkreis Kelheim, denen es nicht so gut geht, etwas mehr Freude herrschen dürfte.

Nicole Scholz

 

 

 

 

Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn: „Frankenstein“ am DGK

Nach einer bereits mitreißenden ersten Vorstellung für die Mittelstufe ging es am 10. Dezember 2025 in der 5. und 6. Stunde für die 11. und 12. Jahrgangsstufe weiter: Das Phoenix Theatre präsentierte eine packende Bühnenadaption von „Frankenstein“ – und verwandelte das DGK für 60 Minuten in eine spannende und atmosphärische Theaterwelt.

Nicht nur Zuschauer – sondern Mitspieler

Wie man es vom Phoenix Theatre kennt, blieb niemand lange passiv sitzen. Mehrmals überraschten die Schauspieler das Publikum, indem sie sich mitten unter die Schüler mischten. Außerdem wurden einzelne Oberstufenschüler auf die Bühne geholt, um Victor Frankenstein bei seinen Experimenten zu unterstützen – sehr zur Freude ihrer Mitschüler, die begeistert zusahen, wie diese sich plötzlich als „Laborassistenten“ wiederfanden.

Ein Klassiker, neu erzählt – intensiv und überraschend menschlich

Die moderne Adaptation von Kelly Griffiths fasst Mary Shelleys berühmten Roman eindrucksvoll zusammen:

Der brillante Wissenschaftler Victor Frankenstein erschafft voller Wissensdrang ein künstliches Wesen – und flieht entsetzt vor seiner eigenen Schöpfung.

Als das verstoßene einsame Wesen später bei einem blinden alten Mann Zuflucht findet, lauschten die Schüler gebannt. Zwischen Mitgefühl, Gänsehaut und moralischen Fragen erlebten sie den Konflikt zwischen Schöpfer und Geschöpf hautnah mit.

Besonders die dramatischen Szenen – das Auftauchen des Monsters, die Forderung nach einem zweiten Geschöpf und die tragischen Konsequenzen von Victors Entscheidungen – hielten die Spannung bis zur letzten Minute aufrecht.

Neugier trifft Analyse: Die Fragerunde

Wie schon bei der ersten Vorstellung blieb auch diesmal das Publikum nach dem Schlussapplaus nicht still. In der Fragerunde stellten die Oberstufenschüler zahlreiche kluge und tiefgehende Fragen – zu Schauspieltechnik, Textarbeit, Berufserfahrungen, aber auch zum Privatleben der beiden Schauspieler. Diese zeigten sich beeindruckt vom Interesse und der Ernsthaftigkeit der Fragen.

Zum Schluss: tosender Applaus

Als die letzten Worte verklangen, gab es mehrere Runden Applaus für die Schauspieler.

Die Aufführung war nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern bot auch einen frischen und nahbaren Zugang zu einem literarischen Klassiker, der im Oberstufenunterricht häufig behandelt wird.

Die packende Aufführung von ‚Frankenstein‘ hat nicht nur für Spannung gesorgt, sondern auch gezeigt, wie lebendig Literatur auf der Bühne werden kann.

Text und Fotos: Dr. Nadine Meier