Unglücklich oder … ein Fußballspiel dauert 90 Minuten…

Fußball Jungen III, Kreisfinale in Abensberg am 24.4.2023

… das mussten auch unsere Jungen III am gestrigen Montag bei ihrem Kreisfinale in Abensberg erleben. Ich denke, es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass unser Team das entscheidende Spiel gegen das Gymnasium Mainburg über weite Strecken dominierte, aber am Ende leider als Verlierer (0:1) vom Platz gehen musste. „Unglücklich oder … ein Fußballspiel dauert 90 Minuten…“ weiterlesen

SMV übernimmt die Verantwortung

Gut 10 Jahre nach dem Beitritt des Donau-Gymnasiums zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am 19. Juli 2012 und einigen Projekten, die von in Wahlkursen unter der Leitung von Christoph Heide organisierten Schülerinnen und Schülern realisiert wurden, ist die Verantwortung für dieses Thema der SMV übertragen worden.

In der Schülerbibliothek wurde ein Regal mit aktuellen Materialien bestückt, die regelmäßig von der Dachorganisation zur Verfügung gestellt werden.

Um die Verfolgung der Ziele von SoR-SmC (Information, Prävention, Organisation von Aktionen und Projekten) am DGK kümmern sich derzeit Juliana Mallmann, Sara Sakhizada, Lilly Dachs und Seraphine Ries, außerdem (nicht auf dem Foto) Miriam Mallmann sowie Eileen Seifert.

Drei der Neu-Aktivistinnen, Serapine Ries, Lilly Dachs und Eileen Seifert, waren am 30.11.2022 gemeinsam mit Herrn Heide beim Courage-Netzwerktreffen in Plattling. Hier ihr Bericht von dieser Veranstaltung:

Nach der durch die Corona-Pandemie bedingten Pause fand am 30.11. das 4. Niederbayerische Courage-Netzwerktreffen in Plattling statt. Am Anfang fühlte ich mich ein wenig fehl am Platz, was sich aber schnell legte, als ich mit zwei Abiturientinnen des Hans-Leinberger-Gymnasiums ins Gespräch kam, welche bereits seit mehreren Jahren im Netzwerk aktiv sind und vorhaben, auch weiterhin mitzuwirken. Im Laufe des Gesprächs kristallisierten sich viele gute Ideen heraus, welche am Gymnasium der beiden bereits seit Jahren umgesetzt werden, beispielsweise die Durchführung von Workshops in den Klassen oder auch Ausstellungen ihres Wahlkurses. 

Nach der Begrüßung erfuhren wir, dass der geplante Vortrag von Pia Ihedioha leider ausfallen musste, allerdings kurzfristig durch eine Gesprächsrunde mit der seit Jahren im Netzwerk aktiven Jennifer Fu ersetzt werden konnte, was gerade für uns Neulinge die Gelegenheit bot, mit wichtigen Themen vertraut zu werden. Am Erkennen verschiedener Diskriminierungsformen konnte sich jeder beteiligen und am Ende entstand eine interessante Diskussion über Queerenfeindlichkeit. 

Einen sehr interessanten und informativen Vortrag über die Protestbewegungen im Iran hörten wir anschließend von der Referentin Avin Khodakarim.

In der Mittagspause wurde ein beachtliches, beinahe schon als exklusiv zu bezeichnendes Catering aufgefahren.  Bei dieser Gelegenheit kam unsere Gruppe mit einigen Schülern vom Mainburger Gymnasium ins Gespräch, mit denen wir uns perspektivisch ein gemeinsames Projekt vorstellen können. 

Nach der Mittagspause bot sich in der uns bis dato unbekannten Form des Bar-Camps – es handelt sich dabei um offene Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden – ausreichend Gelegenheit, in Gruppen über Erfahrungen mit verschiedenen Erscheinungsformen von Diskriminierung und Rassismus zu sprechen. 

Ich habe selbst ein Bar-Camp zur vorher aufgenommenen Diskussion über die Queerenfeindlichkeit angeboten, wobei ich – besonders beim Vorstellen – sehr nervös war. Schließlich ist vor einem ganzen Raum voller Fremder zu sprechen noch einmal etwas anderes als eine Spontanäußerung aus einer der hinteren Reihen im Plenum. Überrascht war ich, als plötzlich mehr als dreimal so viele Teilnehmer wie ursprünglich für meine Session gemeldet, in meinem Bar-Camp saßen. 

Besonders gut gefiel mir, dass man sich bei den meisten Themen kreativ einbringen konnte. Egal, wen ich angesprochen habe, jeder war nett und meistens entstand ein interessantes Gespräch, auch wenn ich neu im Netzwerk bin und niemanden dort kannte.  Auch dass viele SoR-SmC-Aktive bereits selbst von Diskriminierung bzw. Rassismus betroffen waren/sind und dementsprechend auch persönliche Erfahrungen mit den anderen teilten, machte das Ganze noch einmal interessanter. 

Wir alle konnten viel mitnehmen, unter anderem neue umsetzbare Ideen und Eindrücke, was für mich dieses Treffen zu einem gelungenen Ereignis machte. 

 

 

Oberstufentheater

VERHAFTET: „DER PROZESS“ VON FRANZ KAFKA

Josef K. schläft friedlich in seinem Bett, Violinen spielen eine sehnsuchtsvolle, ruhige Melodie. K. liegt entspannt da und träumt. Doch er beginnt sich zu regen, wird unruhiger im Schlaf. Die Musik wird zugleich lauter, die Töne schiefer, während dunkle Gestalten mit weißen Masken um ihn herum tanzen. K windet sich nun in seinem Bett, schwitzt und schlägt um sich. Als die Musik ihren hitzigen Höhepunkt erreicht, schreckt er schweißgebadet aus seinem Albtraum auf und blickt in die aufmerksamen Augen des Publikums.

Die Turnhalle des Donau-Gymnasiums Kelheim ist an den Abenden des 29. und 30. März gut besucht. Die Stühle sind bis in die hinteren Reihen besetzt; Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer sind gekommen, um gespannt die diesjährige Darbietung des Oberstufentheaters „Franz Kafka: Der Prozess“ mitzuverfolgen.

Das Stück handelt vom Protagonisten Josef K. (gespielt von Leon Dreshaj, Q11 und Tim Petermichl, Q12), der aus jenem Albtraum erwacht, jedoch bald feststellen muss, dass das Geträumte zur Realität wird. Denn die dunklen Gestalten folgen ihm von nun an auf Schritt und Tritt. K. erfährt so von seiner Verhaftung, der Grund dafür wird ihm nicht gesagt. Jeder, der ihm zukünftig begegnet, könnte Teil eines allgegenwärtigen, allmächtigen Gerichts sein. Aber was ist das Gericht? Und welcher Prozess wird geführt?

In seiner Verzweiflung sucht K. nach Antworten, nicht zuletzt bei den Wächterinnen (gespielt von Amelie Creutzenberg, Q11 und Zhanna Schreibauer, Q12), die sich weigern, ihn über sein angebliches Vergehen aufzuklären. Und auch nicht die Advokatin (Melanie Seitz, Q12), der Pfarrer (Michael Zenger, Q11) oder seine Arbeitskollegen können ihm weiterhelfen. Wem kann er in dieser Situation überhaupt noch trauen? K. wird zwar nicht eingesperrt, darf sich frei bewegen und seinem alltäglichen Leben nachgehen, doch der Gedanke, aus reiner Willkür verhaftet zu sein, zermürbt ihn Tag und Nacht!

Während dieser zweistündigen Theateraufführung genießen die Schauspielerinnen und Schauspieler die volle Aufmerksamkeit des Publikums, das nicht weniger verwirrt über die fiktive Justiz des Theaterstücks und die Verhaftung des Protagonisten ist als er selbst. Sogar als er ein Jahr später erneut aus demselben Traum hochschreckt und die Scheinwerfer zur Schlussszene erlöschen, erfährt man als Zuschauer nicht, was mit Josef K. und seinem Prozess geschehen ist – ist er immer noch verzweifelt darin gefangen, handelt es sich um einen Irrtum, oder hat er schließlich alles nur geträumt?

Der folgende Applaus ist riesig. Er ist Ausdruck der Begeisterung des Publikums vom Talent der jungen Schauspieler/-innen sowie der „Regisseure“ Ulrike Eckert und Tobias Marzahn, die das Stück so großartig auf die Bühne gebracht haben. Der Beifall richtet sich aber auch an alle Helferinnen und Helfer von Licht- und Tontechnik, Bühnenbild, Orchester, Hausmeisterteam und SMV, die zum Gelingen dieser schönen Theaterabende beigetragen haben.

Helena Hower, 10 d

Lernort Staatsregierung

Bericht Exkursion Lernort Staatsregierung

Im Rahmen einer Exkursion bietet die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ) jährlich interessierten Schülerinnen und Schülern einen besonderen Einblick in die Arbeitsweise der Staatsregierung – entweder direkt in der Staatskanzlei in München oder an ihrem zweiten Dienstsitz in Nürnberg. „Lernort Staatsregierung“ weiterlesen

Besuch der Neuen Synagoge in Regensburg

Am Dienstag, den 28.03.2023, besuchten die 9. Klassen des Donau-Gymnasiums Kelheim die jüdische Synagoge in Regensburg. An der Synagoge angekommen, empfing uns der Rabbi, Benjamin Kochan, ein jüdischer Gelehrter.

Unsere Exkursion begann mit einer Führung durch das Gebäude, bei der uns die Geschichte der Synagoge und ihre Bedeutung für die jüdische Gemeinde nähergebracht wurde.

So erfuhren wir, dass Menschen jüdischer Religionszugehörigkeit seit ca. 1500 Jahren in Regensburg leben. Deren Synagoge wurde beim Novemberpogrom im Jahr 1938 aber zerstört. Sie wurde wieder aufgebaut und im Jahre 2019 eingeweiht. Die Neue Synagoge ist somit ein Ort des Gebets, der Gemeinschaft und der kulturellen Identität für die jüdische Gemeinde.

Der Rabbi informierte uns zudem über verschiedenste Dinge, die in jüdischen Gottesdiensten wichtig sind. So erzählte er von bestimmten ,,Regeln’’, wie zum Beispiel der Trennung von Männern und Frauen beim Gebet oder der Plicht für Männer, während des Gottesdienstes eine Kippa, eine kleine Kopfbedeckung,  zu tragen.

Der Rabbi erklärte uns, dass es in jeder Synagoge einen Schrein (Schrank) mit Thorarollen gibt. Dieser Schrein ist meist sehr aufwendig gestaltet und schön verziert. Aus der Thora, der wichtigsten Schrift im Judentum, wird an Feiertagen und an jedem Schabbat-Gottesdienst auf Hebräisch vorgelesen. Hebräisch ist die Sprache, die in jüdischen Gottesdiensten größtenteils gesprochen wird. Nach der Zerstreuung der Juden in die ganze Welt wurde überall eine andere Sprache gesprochen. Nach einiger Zeit einigte man sich aber auf Hebräisch als einheitliche Sprache. Sehr erstaunt hat uns, dass eine Thorarolle auf einem jüdischen Friedhof beerdigt wird, falls sie beschädigt wird. Als beschädigt gilt sie, wenn ein kleines Kind die Schrift nicht mehr lesen kann.

Anschließend zeigte uns der Rabbi noch einen Chanukka-Leuchter und erklärte uns, welche Bedeutung der meist achtarmige Leuchter hat. Chanukka oder auch Lichterfest genannt ist ein jüdisches Fest, welches jährlich gefeiert wird und an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem erinnert.

Der Ausflug zur Neuen Synagoge in Regensburg war eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung, die uns Schülerinnen und Schülern gezeigt hat, wie wichtig es ist, die Geschichte und Kultur anderer Religionsgemeinschaften zu verstehen und zu respektieren. Wir alle haben nun eine genauere Vorstellung vom jüdischen Glauben.

Maxi Hellus (9b) und Noah Wenzel-Goetz (9c)