Amigos para siempre: Unsere Reise in den Süden Spaniens

Schule einmal anders: Vom 17. bis 23. April 2026 verwandelte sich der Unterrichtsalltag für 20 Schülerinnen und Schüler des Donau-Gymnasiums in ein andalusisches Abenteuer. Begleitet von den Lehrkräften Maria Brems und Dr. Nadine Meier reisten die Teilnehmenden aus der 9. und 10. Klasse im Rahmen des Erasmus+-Programms nach Sevilla. Nachdem bereits im November spanische Gäste in Kelheim begrüßt wurden, war die Freude über das Wiedersehen am IES Nervión riesig. Dank reibungsloser Anreise trotz Streikrisiken stand dem großen Abenteuer nichts im Wege und der Direktor des IES Nervión sowie einige Lehrkräfte und Schüler begrüßten uns am Freitagnachmittag herzlich mit einem gemeinsamen Almuerzo, einem typisch spanischen Mittagessen mit Tapas, bevor es zu den Gastfamilien ging.

Einblicke in den andalusischen Lebensrhythmus prägten unseren Aufenthalt in Sevilla. Dass die Spanier so spät abends noch draußen unterwegs sind und das Abendessen erst um 22 oder 23 Uhr stattfindet, überraschte einige Schüler sehr. Auch der Kontrast zwischen dem pulsierenden, engen Großstadtleben in Sevilla und der ländlichen Weite der Heimat war ein häufiges Gesprächsthema. Doch das Klima mit strahlendem Sonnenschein und 30°C entschädigte für jede Umstellung.

Vertiefte Eindrücke konnten die Jugendlichen am Wochenende sammeln. Die Zeit in den Gastfamilien war geprägt von Ausflügen zu den historischen Sehenswürdigkeiten Sevillas, Besuchen im Fußballstadion des FC Sevilla und Fahrten an die Küste. Das Meer bot trotz kühler Temperaturen eine willkommene Erfrischung, und die gemeinsame Verkostung lokaler Tapas-Spezialitäten stärkte den Zusammenhalt innerhalb der Familien. Generell schwärmten die deutschen Schüler von der Herzlichkeit ihrer Gastfamilien und dem besonderen Lebensgefühl.

Innovative Technik stand im Fokus des Erasmus-Projekts, das am Montag fortgeführt wurde. Passend zum Thema „Industry, Innovation and Infrastructure“ besuchten die deutschen und spanischen Schüler den Militärluftwaffenstützpunkt Morón de la Frontera. Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag eines deutschen Piloten, der Soldaten für den Eurofighter ausbildet, was tiefe Einblicke in die Technik und den operativen Alltag bot.

Lebendige Kultur und Teamgeist kamen am Dienstag bei einem Surfkurs am Strand von El Palmar nicht zu kurz – für die meisten Schüler war er das Highlight des Austauschs schlechthin. Die Begeisterung im Wasser war groß, ebenso wie das Interesse bei der anschließenden Tour durch die historische Hafenstadt Cádiz, welche die Schüler in Kleingruppen anhand eines Quiz erkundeten.

Leichtigkeit und Festfreude bestimmten den Mittwoch, da aufgrund der Feria de Abril schulfrei war. Gemeinsam mit den Gastfamilien verbrachten die deutschen Schüler Zeit in den traditionellen Casetas (kleinen Festzelten), tanzten Sevillanas und wagten sich in die Calle del Infierno („Straße der Hölle“) zu den Fahrgeschäften. Einige unserer Schülerinnen trugen dabei die typischen, prächtigen Flamenco-Kleider. Diese Momente zeigten einmal mehr, wie Musik und Freude sprachliche Grenzen mühelos überbrücken und Kultur hautnah erlebbar machen.

Abschied nehmen fiel nach dieser intensiven Woche allen Beteiligten schwer. Die während des Austauschs entstandenen Freundschaften waren so eng, dass der Abschied am Donnerstagmorgen äußerst emotional und teilweise tränenreich verlief. Um viele neue Erfahrungen reicher und mit jeder Menge Sonne im Gepäck kehrte die Gruppe wohlbehalten nach Kelheim zurück – ein Austausch, der nicht nur den Horizont erweitert hat, sondern den Grundstein für echte Freundschaften legte: Amigos para siempre.

Dr. Nadine Meier für die Fachschaft Spanisch