Tutoren lesen Fünftklässlern vor

Zum Tag des Vorlesens, der seit 2004 jährlich bundesweit am dritten Freitag im November stattfindet, ist es eine schöne Tradition am Donau-Gymnasium, dass Tutoren der 9. Klasse Unterstufenschülern aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. Dazu trafen sich die Klassen in der Schulbibliothek und lauschten gespannt Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren, Klassikern wie dem „Räuber Hotzenplotz“ oder „Emil und die Detektive“, aber auch Büchern wie „Bitte nicht öffnen“, „Tagebuch eines Möchtegernversagers“ oder „Drachen kann man nicht bewachen“.

Schüler der Klasse 5a sind in ein Buch vertieft.

Im Anschluss durften die Schüler noch in der Bibliothek schmökern und sich Bücher für die Lektüre zu Hause ausleihen.

Petra Todt, Unterstufenbetreuerin

Inklusion beginnt im Kopf: Besuch im P-Seminar „Barrierefrei durch Kelheim“

Das P-Seminar „Barrierefrei durch Kelheim“ des Donau-Gymnasium empfing am Donnerstag, den 13.11.2025, besonderen Besuch: von Frau Huber-Schallner (3. Bürgermeisterin sowie Inklusions- und Behindertenbeauftragte der Stadt Abensberg) und von Frau Huber, (Inklusionsbeauftragte des Landkreises Kelheim). Die Seminarteilnehmer/innen erhielten einen tiefen Einblick sowohl in den Alltag einer Person mit Gehbehinderung, da Frau Huber-Schallner selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, als auch in die konkrete Arbeit einer Inklusions- und Behindertenbeauftragten. Das war besonders hilfreich für unser Projekt, bei dem wir eine Website entwickeln, mit der wir die Barrierefreiheit von Kelheimer Geschäften, Lokalen und öffentlichen Orten erfassen und wiedergeben wollen.

Um die Bedeutung der Barrierefreiheit zu verstehen, ist es wichtig auch die Anzahl der Betroffenen zu kennen: In Deutschland leben aktuell etwa 7,9 Millionen Menschen mit Schwerbehindertenausweis, was etwa 9,3% der Gesamtbevölkerung entspricht. Dadurch wird klar, dass Barrierefreiheit kein Randthema unserer Gesellschaft, sondern für viele Menschen existenziell ist, um am öffentlichen Leben teilhaben zu können.

Während ihres Vortags machte Frau Huber deutlich, wie vielschichtig das Thema Behinderung eigentlich ist. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Einschränkungen: körperlicher, geistiger oder seelischer Art. Außerdem ist jede Behinderung anders. Manchmal ist es weniger die Person, die beeinträchtigt ist, als die Umwelt, die nicht an ihre Bedürfnisse angepasst ist. Stufen, zu enge Türen, Bordsteinkanten oder das Fehlen von Gebärdensprache können den Alltag zu einer gewaltigen Hürde machen. Außerdem werden Behinderungen von Außenstehenden oft gar nicht wahrgenommen, obwohl diese das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.

Das Ziel von Frau Huber-Schallners Arbeit als Inklusions- und Behindertenbeauftragte ist es, die Barriere in den Köpfen der Menschen abzubauen. In ihrem Beruf berät sie Behörden, Bürger oder Privatpersonen mit dem Ziel den Menschen mit Behinderung Aufmerksamkeit zu schenken und Gebäude, Straßen oder Plätze so zu planen, dass sie bestmöglich für alle nutzbar sind. Hier ist ein großer Erfolg ein Kreisverkehr in Abensberg, der so umgebaut wurde, dass ihn nun auch Rollstuhlfahrer und Blinde gleichzeitig benutzen können, ohne den Autoverkehr zu beeinträchtigen. Ein häufig übersehenes Problem bei der Planung oder Sanierung von barrierefreien Gebäuden ist die oft vergessene behindertengerechte Toilette.

In einem Beitrag aus dem BR-Format „Wir in Bayern“ zeigte uns Frau Huber-Schallner, dass sie trotz ihrer körperlichen Einschränkung in der Lage ist, ein erfülltes Leben zu führen. Zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Kind unternimmt sie gerne Reisen an die Ostsee oder ist draußen unterwegs. Auch das Autofahren klappt mithilfe einer speziellen Handsteuerung, Quad fahren oder sportliche Betätigung auf ihrem Handbike machen ihr großen Spaß.

Für das P-Seminar war dieser Besuch sehr wertvoll und interessant, da er uns einen ganz neuen und authentischen Blickwinkel auf das Thema Behinderung ermöglichte. Mit diesen neu gewonnen Informationen werden wir nun daran arbeiten die Barrierefreiheit von Kelheim zu testen, um hoffentlich am Ende Personen mit Gehbehinderung einen schönen Aufenthalt in Kelheim ermöglichen zu können.

Vielen Dank an Frau Huber und Frau Huber-Schallner, die für uns ein neues Bewusstsein für körperliche Behinderungen geschaffen haben und täglich daran arbeiten die Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen.

Jasmin Buddenberg (11C) und Anna-Lena Niedermaier (11B)

Archäologietage 2025

4. Archäologie-Tage der 6. Jahrgangsstufe

Turbulent geht es zu im Werkraum des Donau-Gymnasiums und die Konzentration ist den Kindern ins Gesicht geschrieben: hier wird der feuchte Ton in Form gebracht, da mit Mühe das Leder gestanzt, dort die Kante gefeilt und stets wird das Ergebnis verglichen, Ohrringe angelegt, Schlaufen begutachtet und Techniken ausgetauscht. „Geschichte be-greifen“ – so könnte das Motto lauten. Anlässlich der Archäologietage vom 27.-31. Oktober 2025, welche nun bereits zum 14. Mal angeboten werden konnten, erhielten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe des DGK Einblick in die Vergangenheit. Die diesjährige Zeitreise spannte den Rahmen von der Steinzeit über die Metallzeit hin zu den frühen Bayern. Den fachwissenschaftlichen Einstieg gestaltete auch in diesem Jahr wieder Kreisarchäologe Dr. Joachim Zuber, der sein Aufgabenfeld erklärte und Fundstellen sowie Fundstücke vorstellte. Im Anschluss an die sehr anschauliche Einführung übernahm das fachkundige Personal des Archäologieparks Altmühltal, welches die fünf Stationen kurz vorstellte – das benötigte Material lag bereits aus – damit die Schülerinnen und Schüler nun selbst aktiv werden konnten. Sechs volle Schulstunden dauerte so ein erlebnisreicher Archäologie-Tag und alle fünf Klassen der sechsten Jahrgangsstufe durchliefen in der Projektwoche den Parcours. So wurden Gefäße in Form eines kleinen Stieres oder anderer Tiere aus Ton getöpfert und für den Brennofen vorbereitet. Bei der Holzbearbeitung entstand ein verziertes Schwirrholz, welches man ganz gerne als „Steinzeit-Telefon“ bezeichnet und auch heute noch bei den australischen Ureinwohnern verbreitet ist. Außerdem wurde Kupferdraht zu Fingerringen gebogen, Perlen aus Knetmasse nach dem Vorbild von Grabfunden gefertigt und im heimischen Ofen gebacken, Lederschlaufen gestanzt und Taschen genäht. Zur Inspiration dienten Fotos oder auch Repliken von Fundstücken. Abgehalten wurde diese Aktion in bewährter Weise von den Mitarbeiterinnen des Archäologieparks Altmühltal unter Federführung von Dr. Bernd Sorcan, Leiter des Archäologischen Museums Kelheim. Wenn auch das gesamte Material wieder kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, so ist es nicht zuletzt der finanziellen Unterstützung des „Vereins der Freunde des Donau-Gymnasiums“ zu verdanken, dass diese Maßnahme für die Kinder wieder kostengünstig angeboten werden konnte.

(Urbansky)

 

Spuk am DGK

In den Geschäften kündigt sich Halloween schon lange an, aber in der letzten Schulwoche vor den Herbstferien drehte sich auch am Donau-Gymnasium einen Nachmittag lang bis in den Abend hinein alles um Halloween. Die Tutoren hatten die Unterstufenschüler zur traditionellen Halloweenparty eingeladen. „Spuk am DGK“ weiterlesen

Schullandheimaufenthalt der 6. Klassen auf der Burg Trausnitz

Die meisten Schülerinnen und Schüler aus den 6. Klassen konnten es gar nicht erwarten, endlich ins Schullandheim zu fahren, nachdem viele Freunde und Geschwister aus den höheren Klassen schon davon geschwärmt hatten!

Wie gut, dass es deswegen so früh wie noch nie im Schuljahr zur mittelalterlichen Burg Trausnitz im schönen Pfreimdtal nördlich von Schwandorf ging. So fuhren die Klassen 6d und 6e vom 6. bis 8. Oktober und die Klassen 6a, 6b und 6c dann im Anschluss vom 8. bis 10. Oktober ins Schullandheim. Zweieinhalb Tage fern der Schule und von den Eltern versprachen jeweils Aufregung pur.

Nach der ersten Hürde der Zimmerverteilung und vor allem dem Beziehen der Betten ging es am ersten Tag dann auch sofort gleich los: Da wurden Lehmöfen gebaut und Filzbälle hergestellt oder im Eiskeller selber Kerzen gezogen. Dabei stellten alle zusammen auch fest, dass das Leben im Mittelalter nicht einfach war, da das Filzen oder auch das Herstellen einer einzigen Kerze nicht nur Geschick, sondern vor allem auch enorm viel Geduld erforderte. Deswegen wurde auch von den Schülerinnen und Schülern fieberhaft überlegt, wem man denn die handgefertigten Kunstwerke zu Hause dann schenken sollte.

Des Weiteren durfte natürlich auch eine Burgführung nicht fehlen, bei der Herr Babl vom Freilichtmuseum Neusath-Perschen in seinen Erzählungen alle ein Teil seiner lustigen und spannenden Geschichten werden ließ. Teilweise waren die einzelnen Klassen dabei mit solcher Begeisterung bei  der Sache, dass nach drei Stunden (!) eine kurze Pause bei der Führung eingelegt werden musste, damit die Kinder das Abendessen nicht verpassten.

Ein weiteres Highlight war sicherlich auch die abendliche Fackelwanderung rund um die Burg mit anschließendem Stockbrotbacken im Innenhof des Schullandheims, bei dem nicht nur viel gelacht, sondern sogar am Lagerfeuer gesungen und getanzt wurde.

Bei so viel abwechslungsreichem Programm und aufregenden Aktivitäten war es nicht verwunderlich, dass abends keiner so richtig in die Betten wollte. Doch um kurz vor 22 Uhr wurden von den Lehrern schließlich die Handys eingesammelt, so dass langsam Ruhe in den Zimmern einkehrte. Zumindest bis ca. 7 Uhr in der Früh, da dann alle mit fröhlicher Guten-Morgen-Musik geweckt wurden, um wieder frisch in den Tag zu starten.

Teilweise ließ uns das Wetter zwar ein bisschen im Stich, aber auch bei leichtem Regen konnte man prima Fußball oder Tischtennis spielen, sich in der Vogelnestschaukel austoben oder einfach zusammensitzen, sich austauschen und Spiele spielen. Auch der gemeinsame bunte Abend bot Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen.

Die zweieinhalb Tage vergingen demzufolge auch wie im Flug und alle waren schlussendlich traurig, von der Burg Trausnitz Abschied nehmen zu müssen, denn viele wären gerne noch etwas länger geblieben! Aber mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ging es dann wieder mit dem Bus ans DGK zurück, wobei Frau Schmid auf der Heimfahrt sogar noch ein Geburtstagsständchen gesungen bekam.

 

Nicole Scholz