Pizza, Pompeji, Panorama!

 

Vom 17.05. bis zum 22.05.2026 verbrachten die beiden Lateinklassen der 10. Jahrgangsstufe des DGK in Begleitung von Frau Blümel, Herrn Gregori und Herrn Haslbeck fünf Tage am Golf von Neapel, genauer gesagt im Feriendorf Bleu Village in Meta di Sorrento, um die antike Welt nicht nur im Unterricht, sondern auch vor Ort zu erleben.

Die Fahrt begann am Sonntagabend mit vollgepackten Rucksäcken und Koffern, aber auch mit einer unbeschreiblichen Vorfreude auf die Tage, die vor uns lagen.

Nach einer sehr langen, anstrengenden, aber dennoch dank mehrerer Pausen an Raststätten entspannten Fahrt erreichten wir schließlich am Vormittag unser Ziel am Golf von Neapel. Dort erwartete uns nicht nur Sonnenschein und gutes Wetter, sondern auch ein atemberaubender Ausblick auf das Meer.

Schon in unseren ersten Stunden in Meta zeigte sich das besondere italienische Flair. Nach einer kurzen Pause in unseren Bungalows begaben wir uns, teils per Bahn, einige auch laufend mit Herrn Haslbeck, auf den Weg in das Zentrum von Sorrent. Dort genossen wir unsere freie Zeit in Kleingruppen. Wir bummelten durch die engen Straßen mit kleinen Shops, die geprägt waren von einer für diese Region sehr wichtigen Frucht, der Zitrone, und genossen zu Mittag unsere Pizza in einem von den vielen schön gelegenen und nicht zu teuren Restaurants der Stadt. Abends fuhren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft, um dort das Abendessen zu genießen. Auf dem Weg zum Speisesaal hatte man eine unglaubliche Aussicht auf das Meer bei Sonnenuntergang. Schließlich ließen wir den ersten Tag durch gemütliches Beisammensitzen unter dem rötlich gefärbten Abendhimmel ausklingen.

Ein Höhepunkt unserer Fahrt, neben der Besichtigung der Ausgrabungsstätte in Pompeji, war natürlich auch der Aufstieg auf den Vesuv, der bei einem Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. ganze Siedlungen zerstört hatte. Die Besichtigung bestand dabei aus drei Etappen: Zuerst fuhren wir mit unserem Reisebus an den Fuß des Vesuv, von dort aus brachte uns kleinere Busse über sehr enge und kurvige Straßen zu einer Mittelstation, wo letztendlich der Aufstieg begann. Nach circa 45 min Wanderung, die von einer Führung mit wissenswerten Informationen untermalt wurde, hatten wir den Kraterrand dieses mächtigen Vulkans erreicht. Zahlreiche Gruppenfotos, Fotos von der wunderbaren Aussicht auf ganz Neapel und ein Test des „Krater-Echos“ durften natürlich nicht fehlen. Frisch gestärkt traten wir nach einer kurzen Pause unseren Rückweg an, ehe wir unsere nächste Attraktion des Tages ansteuerten: die Ruinen der antiken Stadt Herculaneum. Ähnlich wie das bekanntere Pompeji wurde auch Herculaneum, heute italienisch “Ercolano”, beim Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. zerstört. Dabei blieb jedoch wesentlich mehr erhalten, sodass wir, geführt von Herrn Gregori und Herrn Haslbeck, viele beeindruckende Details entdecken konnten. Es gab viele Fresken, Getreidemühlen und ein antikes “Gym” zu sehen, am eindrucksvollsten waren aber für die meisten die Bootshäuser im unteren Teil der Stadt, wo die Skelette etlicher Menschen, die versucht hatten, dem Ausbruch zu entkommen, ausgegraben worden waren.

Der Tag endete mit einem malerischen Sonnenuntergang, den einige von uns direkt am Meer genossen. Andere besuchten das Festival “Pizza d’aMare”, das – wie für uns gemacht – genau während unseres Aufenthaltes am Hafen von Meta stattfand.

Der Mittwoch begann für uns schon sehr früh, damit wir die Fähre von Piano di Sorrento nach Capri erreichen konnten. In diesem Jahr stand nämlich im Gegensatz zu den letzten Jahren statt des Besuchs des Historischen Museums von Neapel die Insel Capri auf dem Programm. Nach der Bootsfahrt mit atemberaubenden Blicken auf den gesamten Golf von Neapel hatten wir die meiste Zeit auf der Insel zur freien Verfügung. Außer um zu Mittag zu essen und durch die Stadt zu schlendern, nutzten viele von uns die Möglichkeit, die “Giardini di Augusto” zu besuchen, mit den Lehrkräften zu “Villa Iovis” zu wandern oder eine Bootsfahrt rund um Capri zu machen. Wegen etwas Bewölkung und viel Wind war die Rückfahrt bei rauerer See teils recht nass, später wurde das Wetter aber wieder besser, sodass einem weiteren entspannten Abend nichts im Wege stand.

Als dann am Donnerstag der letzte Tag anbrach, ging es schon wieder ans Packen, weil wir von Pompeji aus direkt die Heimreise antreten wollten. Zu der antiken Stadt kamen wir aber erstmal mit der “Circumvesuviana”, also der Vorort-Eisenbahn von Neapel, mit der wir Meta in Richtung “Pompei Scavi” endgültig verließen. Dort angekommen konnten wir sofort in einer zweistündigen Führung die Überbleibsel der ehemals blühenden Stadt kennenlernen, die durch Bimssteinregen und pyroklastische Ströme zerstört wurde. Trotz der schon am Vormittag kaum erträglichen Hitze war es faszinierend, die vielen Einzelheiten des römischen Alltags in Kombination mit der schieren Größe der Ausgrabungsstätte kennenzulernen. Allein durch den Anblick der verschiedenen Gebäude, z. B. ein Amphitheater, Tavernen, Thermen, verschiedene Tempel auf dem Forum, aber auch ein “Lupanarium”, also ein Bordell, kann man sich unglaublich gut in das Leben der alten Römer hineinversetzen.

Nach dem Mittagessen im modernen Pompeji machten wir uns letztendlich leider schon wieder auf den Weg zurück und kamen so nach einer recht kurzen Nacht am Freitag schon gegen 6:30 Uhr am Donau-Gymnasium an.

Indem sie die antike Welt der Römer (fast) wieder zum Leben erweckt und zahllose schöne Erinnerungen schafft, stellt die Pompeji-Fahrt definitiv ein Highlight unserer Schulzeit dar. Arrivederci, Italia!

Rebecca Melchior (10b) und Vincent Linhard (10a)