Fast 30 Pakete für die Kelheimer Tafel

Vor über zehn Jahren kam der damalige stellvertretende Schulleiter Raimund Fries auf die Idee, in der Vorweihnachtszeit die Kelheimer Tafel zu unterstützen, indem die Schülerinnen und Schüler des Donau-Gymnasiums Lebensmittel und andere Dinge des alltäglichen Bedarfs für Bedürftige spenden.

Auch heuer wurde diese schöne Tradition fortgesetzt und die SMV (SchülerMitVerantwortung) am DGK übernahm zusammen mit den Verbindungslehrkräften Frau Scholz und Herrn Pöllath die Organisation. So bekam vor Wochen schon jede einzelne Klasse eine Liste, auf der genau angegeben war, was alles benötigt wurde. Jeder aus der Klasse konnte so seinen Beitrag dazu leisten und beispielsweise Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Kekse, Schokolade oder auch Seife, Desinfektionsmittel oder Zahnpasta mitbringen, um nur ein paar der benötigten Dinge zu nennen. Die fertigen Pakete wurden von der SMV gesammelt und konnten schließlich Herrn Fries, der mittlerweile zwar im Ruhestand, aber immer noch äußerst engagiert bei der Kelheimer Tafel tätig ist, stolz am 16.12.2025 im Beisein der Schulleiterin OStDin Sylvia Ettlinger und Vertretern der SMV übergeben werden. Fast 30 Pakete kamen heuer zusammen, so viele wie noch nie!

Herr Fries zeigte sich darüber auch sehr erfreut und lobte das Engagement der Schülerschaft, wobei einzelne Mitglieder der SMV auch betonten, wie viel Freude ihnen die Arbeit gemacht hätte, in dem Bewusstsein, Leuten zu helfen, denen es nicht so gut geht wie einem selber.

Aufgrund der großen Zahl der gespendeten Pakete erwies sich dann jedoch der Transport zur Kelheimer Tafel als etwas herausfordernd, konnte aber dank einiger „freiwilliger“ Fahrer aus der Q13 und der Lehrerschaft dann noch gut gemeistert werden!

Herr Fries ließ es sich dann auch nicht nehmen, vor Ort den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise der Tafel in Kelheim noch zu erklären. So erfuhren wir, dass jeden Freitagnachmittag bis zu 70 Familien nach Vorlage eines Berechtigungsscheines, den das Landratsamt Kelheim an die Bedürftigen ausgibt, sich bei der Tafel mit verschiedenen Lebensmitteln und benötigten Alltagsdingen eindecken können. Die Spenden kommen dabei vor allem von Supermärkten, aber auch Privatpersonen.

Dank der Spendenbereitschaft der Schülerinnen und Schüler des DGK sind bei der Tafel die nächsten Wochen die Regale jedenfalls wieder besser gefüllt, sodass zu Weihnachten bei einigen Familien im Landkreis Kelheim, denen es nicht so gut geht, etwas mehr Freude herrschen dürfte.

Nicole Scholz

 

 

 

 

Zwischen Wissenschaft und Wahnsinn: „Frankenstein“ am DGK

Nach einer bereits mitreißenden ersten Vorstellung für die Mittelstufe ging es am 10. Dezember 2025 in der 5. und 6. Stunde für die 11. und 12. Jahrgangsstufe weiter: Das Phoenix Theatre präsentierte eine packende Bühnenadaption von „Frankenstein“ – und verwandelte das DGK für 60 Minuten in eine spannende und atmosphärische Theaterwelt.

Nicht nur Zuschauer – sondern Mitspieler

Wie man es vom Phoenix Theatre kennt, blieb niemand lange passiv sitzen. Mehrmals überraschten die Schauspieler das Publikum, indem sie sich mitten unter die Schüler mischten. Außerdem wurden einzelne Oberstufenschüler auf die Bühne geholt, um Victor Frankenstein bei seinen Experimenten zu unterstützen – sehr zur Freude ihrer Mitschüler, die begeistert zusahen, wie diese sich plötzlich als „Laborassistenten“ wiederfanden.

Ein Klassiker, neu erzählt – intensiv und überraschend menschlich

Die moderne Adaptation von Kelly Griffiths fasst Mary Shelleys berühmten Roman eindrucksvoll zusammen:

Der brillante Wissenschaftler Victor Frankenstein erschafft voller Wissensdrang ein künstliches Wesen – und flieht entsetzt vor seiner eigenen Schöpfung.

Als das verstoßene einsame Wesen später bei einem blinden alten Mann Zuflucht findet, lauschten die Schüler gebannt. Zwischen Mitgefühl, Gänsehaut und moralischen Fragen erlebten sie den Konflikt zwischen Schöpfer und Geschöpf hautnah mit.

Besonders die dramatischen Szenen – das Auftauchen des Monsters, die Forderung nach einem zweiten Geschöpf und die tragischen Konsequenzen von Victors Entscheidungen – hielten die Spannung bis zur letzten Minute aufrecht.

Neugier trifft Analyse: Die Fragerunde

Wie schon bei der ersten Vorstellung blieb auch diesmal das Publikum nach dem Schlussapplaus nicht still. In der Fragerunde stellten die Oberstufenschüler zahlreiche kluge und tiefgehende Fragen – zu Schauspieltechnik, Textarbeit, Berufserfahrungen, aber auch zum Privatleben der beiden Schauspieler. Diese zeigten sich beeindruckt vom Interesse und der Ernsthaftigkeit der Fragen.

Zum Schluss: tosender Applaus

Als die letzten Worte verklangen, gab es mehrere Runden Applaus für die Schauspieler.

Die Aufführung war nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern bot auch einen frischen und nahbaren Zugang zu einem literarischen Klassiker, der im Oberstufenunterricht häufig behandelt wird.

Die packende Aufführung von ‚Frankenstein‘ hat nicht nur für Spannung gesorgt, sondern auch gezeigt, wie lebendig Literatur auf der Bühne werden kann.

Text und Fotos: Dr. Nadine Meier

Zwischen Humor und Geschichte: „New Beginnings“ am DGK

Am 10. Dezember 2025 verwandelte sich das DGK in eine kleine, lebendige Theaterbühne: Das Phoenix Theatre war zu Gast und präsentierte in der 3. und 4. Stunde das englischsprachige Stück „New Beginnings“ für die 8. und 9. Klassen.

Wie man es von der Truppe kennt, dauerte es keine fünf Minuten, bis der Funke auf das Publikum übersprang. Die Schauspieler holten die Schüler direkt ins Geschehen, stellten spontane Fragen – und zogen sogar einen mutigen Schüler als „Dr. Max“ auf die Bühne. Spätestens da waren alle hellwach.

Eine Zeitreise mit Humor, Herz und Geschichte

Das Stück erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die im Tagebuch ihrer Großmutter blättert. Diese war einst – zusammen mit rund 4500 weiteren Passagieren – auf dem Weg in die USA, wo sie nicht nur einen Gesundheitscheck, sondern auch ihr ganz persönliches Abenteuer erwartete.

Mit schnellen Zeitsprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart kommentiert die Enkelin die Erlebnisse ihrer Oma – mal erstaunt, mal belustigt, immer charmant.

Humorvoll und leicht verständlich erfuhren die Schüler dabei jede Menge über die damalige Einreise in die USA, die US-Constitution, die Founding Fathers, das Leben auf Plantagen und natürlich den American Dream. Die beiden Schauspieler schafften es mühelos, geschichtliche Themen mit modernem Zeitgeschehen zu verbinden – sogar ein Seitenblick auf die Immigrationspolitik unter President Trump fehlte nicht.

Begeisterte Schüler und neugierige Fragen

In der anschließenden Fragerunde zeigten die Klassen, wie interessiert sie dem Stück gefolgt waren: Eine Vielzahl spannender, kluger Fragen prasselte auf die Schauspieler ein – ganz ohne Scheu oder Zurückhaltung.

Dass die beiden Darsteller erst 25 und 24 Jahre alt sind, überraschte viele Schüler – genauso wie der Hinweis, dass der Brexit die Theatertruppe bei Auslandsauftritten vor einige Herausforderungen stellt.

Die Grundlage für das Stück legte übrigens eine Kooperation mit einer deutschen Lehrkraft, die sich ein Theaterstück rund um den American Dream wünschte – ein Wunsch, der mit „New Beginnings“ auf besonders unterhaltsame Weise erfüllt wurde.

Zum Schluss wollten einige Schülerinnen sogar ein Foto mit den Schauspielern auf der Bühne.

Text und Fotos: Dr. Nadine Meier