Vortrag über Migration, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg

Einen besonderen Einblick in die Geschichte der Nachkriegszeit erhielten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen bei einem Vortrag von Professor Brunnbauer vom Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), der am 7.5.2026 in der Aula des Donau-Gymnasiums Kelheim stattfand. In einer eineinhalbstündigen Veranstaltung widmete sich der Referent dabei dem Thema „Migration, Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges“ und beleuchtete dabei historische Hintergründe ebenso wie die langfristigen Folgen für Bayern, aber auch Deutschland und Europa.

Zu Beginn machte Professor Brunnbauer eindrucksvoll die Verbindung von historischen Fakten mit persönlichen Schicksalen und konkreten Beispielen aus Ost- und Südosteuropa deutlich, indem er durch eine Umfrage unter den Anwesenden zeigte, dass doch einige Schülerinnen und Schüler am DGK Vorfahren haben, die vor allem aus Osteuropa am Ende des Zweiten Weltkrieges flüchten mussten bzw. zwangsumgesiedelt wurden. Durch die Einspielung von Zeitzeugen-Interviews wurden die blanken Fakten zusätzlich emotionalisiert.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen anschließend die gewaltigen Flüchtlings- und Migrationsbewegungen, die das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 mit sich brachte. Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen, wurden vertrieben oder suchten in den Wirren der Nachkriegsmonate Schutz und eine neue Lebensperspektive. Professor Brunnbauer erklärte dabei anschaulich und umfangreich die politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Dimensionen dieser Entwicklungen und zeigte auf, wie stark doch die Geschichte Europas und auch die von Kelheim bis heute davon geprägt ist.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Jugendlich dann noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten einige historische Zusammenhänge sowie Auswirkungen von Migration und Flucht auf die Gesellschaften damals wie heute präzisiert und vertieft werden.

Die Fachschaft Geschichte unter Leitung von StD Stefan Urbansky bedankt sich herzlich bei Professor Brunnbauer für den informativen Vortrag für die 11. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums Kelheim und hofft auf eine Wiederholung dieser Veranstaltung im nächsten Schuljahr.

Nicole Scholz für die Fachschaft Geschichte

Erfolg beim Lesewettbewerb der deutsch-französischen Gesellschaft in Regensburg

Das Donau-Gymnasium Kelheim durfte dieses Jahr am Lesewettbewerb der deutsch-französischen Gesellschaft in Regensburg teilnehmen. Dieser Wettbewerb findet seit vielen Jahren für Gymnasien und Realschulen statt. Zwei Schülerinnen aus der Klasse 8c (3. Lernjahr) stellten sich dieser besonderen Herausforderung: Veronica Ivanica und Ronja Neugebauer.

Beide wählten selbstständig eine Passage aus zwei Romanen aus: „Oscar et la dame rose“ von Eric-Emmanuel Schmitt und „Un corbeau dans la classe“ von Isabelle Darras.

Beide Schülerinnen bestanden mit ihren sorgfältig vorbereiteten Texten die erste Runde und qualifizierten sich dadurch für die 2. Runde, in der ein unbekannter Text vorgelesen werden musste. In dieser Runde konnte Veronica Ivanica wiederum mit ihrem flüssigen und ausdrucksstarken Vortrag die Jury, bestehend aus zwei Französinnen, überzeugen und gewann den dritten Preis des Lesewettbewerbs in ihrer Altersgruppe. Sie wurde mit einem Buchpreis geehrt.

Die Französischlehrerin Silvia Furch und die gesamte Fachschaft Französisch gratulieren zu diesem Erfolg ganz herzlich!

 

Text und Bild: Silvia Furch

Amigos para siempre: Unsere Reise in den Süden Spaniens

Schule einmal anders: Vom 17. bis 23. April 2026 verwandelte sich der Unterrichtsalltag für 20 Schülerinnen und Schüler des Donau-Gymnasiums in ein andalusisches Abenteuer. Begleitet von den Lehrkräften Maria Brems und Dr. Nadine Meier reisten die Teilnehmenden aus der 9. und 10. Klasse im Rahmen des Erasmus+-Programms nach Sevilla. Nachdem bereits im November spanische Gäste in Kelheim begrüßt wurden, war die Freude über das Wiedersehen am IES Nervión riesig. Dank reibungsloser Anreise trotz Streikrisiken stand dem großen Abenteuer nichts im Wege und der Direktor des IES Nervión sowie einige Lehrkräfte und Schüler begrüßten uns am Freitagnachmittag herzlich mit einem gemeinsamen Almuerzo, einem typisch spanischen Mittagessen mit Tapas, bevor es zu den Gastfamilien ging.

Einblicke in den andalusischen Lebensrhythmus prägten unseren Aufenthalt in Sevilla. Dass die Spanier so spät abends noch draußen unterwegs sind und das Abendessen erst um 22 oder 23 Uhr stattfindet, überraschte einige Schüler sehr. Auch der Kontrast zwischen dem pulsierenden, engen Großstadtleben in Sevilla und der ländlichen Weite der Heimat war ein häufiges Gesprächsthema. Doch das Klima mit strahlendem Sonnenschein und 30°C entschädigte für jede Umstellung.

Vertiefte Eindrücke konnten die Jugendlichen am Wochenende sammeln. Die Zeit in den Gastfamilien war geprägt von Ausflügen zu den historischen Sehenswürdigkeiten Sevillas, Besuchen im Fußballstadion des FC Sevilla und Fahrten an die Küste. Das Meer bot trotz kühler Temperaturen eine willkommene Erfrischung, und die gemeinsame Verkostung lokaler Tapas-Spezialitäten stärkte den Zusammenhalt innerhalb der Familien. Generell schwärmten die deutschen Schüler von der Herzlichkeit ihrer Gastfamilien und dem besonderen Lebensgefühl.

Innovative Technik stand im Fokus des Erasmus-Projekts, das am Montag fortgeführt wurde. Passend zum Thema „Industry, Innovation and Infrastructure“ besuchten die deutschen und spanischen Schüler den Militärluftwaffenstützpunkt Morón de la Frontera. Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag eines deutschen Piloten, der Soldaten für den Eurofighter ausbildet, was tiefe Einblicke in die Technik und den operativen Alltag bot.

Lebendige Kultur und Teamgeist kamen am Dienstag bei einem Surfkurs am Strand von El Palmar nicht zu kurz – für die meisten Schüler war er das Highlight des Austauschs schlechthin. Die Begeisterung im Wasser war groß, ebenso wie das Interesse bei der anschließenden Tour durch die historische Hafenstadt Cádiz, welche die Schüler in Kleingruppen anhand eines Quiz erkundeten.

Leichtigkeit und Festfreude bestimmten den Mittwoch, da aufgrund der Feria de Abril schulfrei war. Gemeinsam mit den Gastfamilien verbrachten die deutschen Schüler Zeit in den traditionellen Casetas (kleinen Festzelten), tanzten Sevillanas und wagten sich in die Calle del Infierno („Straße der Hölle“) zu den Fahrgeschäften. Einige unserer Schülerinnen trugen dabei die typischen, prächtigen Flamenco-Kleider. Diese Momente zeigten einmal mehr, wie Musik und Freude sprachliche Grenzen mühelos überbrücken und Kultur hautnah erlebbar machen.

Abschied nehmen fiel nach dieser intensiven Woche allen Beteiligten schwer. Die während des Austauschs entstandenen Freundschaften waren so eng, dass der Abschied am Donnerstagmorgen äußerst emotional und teilweise tränenreich verlief. Um viele neue Erfahrungen reicher und mit jeder Menge Sonne im Gepäck kehrte die Gruppe wohlbehalten nach Kelheim zurück – ein Austausch, der nicht nur den Horizont erweitert hat, sondern den Grundstein für echte Freundschaften legte: Amigos para siempre.

Dr. Nadine Meier für die Fachschaft Spanisch

Die Zeitdiebe in Kelheim

6. Jahrgangsstufe besucht die Neuverfilmung von „Momo“

Wer hat an der Uhr gedreht? Diese Frage stellten sich auch die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe und tauschten deswegen am Freitag, den 30. März 2026, das Klassenzimmer gegen den Kinosaal. Im Rahmen der diesjährigen Schulkinowoche Bayern begab sich die gesamte Jahrgangsstufe auf eine Reise in die Welt von Michael Ende – direkt ins Kinocenter Kelheim.

Pünktlich zur zweiten Stunde startete der gemeinsame Ausflug aller sechsten Klassen, ihrer Deutschlehrer und der jeweiligen Tutoren. Ziel war die mit Spannung erwartete Neuverfilmung des Klassikers „Momo“ aus dem Jahr 2025, wobei einige Schülerinnen und Schüler besonders neugierig waren, da sie die Geschichte von Michael Ende doch schon privat gelesen hatten. Zudem war der Kinobesuch auch im Deutschunterricht schon etwas vorbereitet worden, weswegen alle gespannt darauf waren, zu sehen, wie denn Zeitdiebe in der Vorstellung von Filmemachern schließlich so aussehen.

Da nicht nur die fünf sechsten Klassen des DGK sich dieses „Zeit-Abenteuer“ nicht entgehen lassen wollten, sondern auch die Mittelschule Kelheim mit ein paar Klassen vor Ort war, platzte das Kinocenter Kelheim fast aus allen Nähten und war bis auf den letzten Platz voll besetzt.

Nachdem alle Filmbegeisterten noch mit Popcorn, Getränken und diversen anderen Naschereien versorgt waren, stand dem Kinoerlebnis nichts mehr im Wege und man konnte gebannt in die Ideenwelt von Michael Ende eintauchen.

In der modernen Adaption von Regisseur Christian Ditter konnte man erleben, wie das in Rom lebende Waisenmädchen Momo (gespielt von Alexa Goodall) langsam feststellt, wie ein mächtiger internationaler Konzern – die furchteinflößenden „Grauen Herren“ – den Menschen ihre Zeit stiehlt. Während die Erwachsenen immer hektischer und freudloser werden, ist Momo die Einzige, die noch richtig zuhören kann. Als nach und nach auch Momos Freunde anfangen, immer weniger Zeit für sie und füreinander zu haben, nimmt sie schließlich gemeinsam mit der Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora, dem Hüter der Zeit (gespielt von Martin Freeman), den Kampf gegen die Zeitdiebe auf.

Anscheinend waren dabei aber auch einige Zeitdiebe in den Kelheimer Kinosälen unterwegs, denn während alle gebannt das Geschehen auf der Leinwand verfolgten, verging die Zeit wie im Fluge und gegen 11 Uhr mussten sich leider alle schon wieder auf den Rückweg zur Schule machen.

Der Kinobesuch war dabei aber nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag, sondern bot auch reichlich Gesprächsstoff für den Rückweg zum DGK bzw. auch die folgenden Deutschstunden. Themen wie Leistungsdruck, der Umgang mit Social Media und die Frage, was uns im Leben wirklich glücklich macht, standen dabei im Fokus und wurden von allen ausgiebig diskutiert.

„Es war cool zu sehen, wie die Grauen Herren im Film dargestellt wurden – die sahen richtig gruselig aus“, so das Fazit eines Schülers nach der Vorstellung. Auch die beeindruckenden Kulissen und zahlreichen Spezialeffekte werden sicher bei vielen im Gedächtnis bleiben. Allerdings konnte trotz zahlreicher Diskussionen die Frage nicht eindeutig geklärt werden, wie es Meister Hora denn geschafft hat, ohne Wecker (denn alle Uhren waren ja angehalten) aus dem ersten Schlaf seines langen Lebens wieder aufzuwachen.

Ein herzlicher Dank geht schlussendlich aber auch an das Team der Kelheimer Lichtspiele und Frau Todt und Frau Eckert für die umfangreiche Organisation dieses besonderen Vormittags!

Klasse 6d und Nicole Scholz

 

Schwungvoller Start in den Frühling

Zu einem abwechslungsreichen Konzert hatten die verschiedenen musikalischen Gruppierungen des Donau-Gymnasiums eingeladen. Frau Ettlinger kündigte bei ihrer Begrüßung ein wunderbares Programm mit insgesamt 23 Musikstücken an und freute sich, dass die Veranstaltung trotz der Konkurrenz durch das Champions League Spiel des FC Bayern so gut besucht war.

Einige Musikerinnen berichteten vorab, dass sie sich freuten, das, was sie so lange geübt hatten, endlich vor Publikum spielen zu dürfen. Es sei aber schade, dass es immer so schnell vorbei ist und es nur eine Aufführung gebe.

Schwungvoll startete der Unterstufenchor von Herrn Wagner mit dem bayerischen Lied „Sepp, Depp, Hennadreck“, unterstützt von einem eigens dafür geschaffenen Instrumentalensemble. Es folgte eine bunte Mischung weiterer Lieder. Zum Teil wurde der Unterstufenchor dabei vom Vokalensemble aus der 11. Jahrgangsstufe unterstützt, z.B. bei den Liedern „Five hundred miles“ von den Hooters oder dem bekannten irischen Folksong „What shall we do“.

Das DGK-Orchester unter der Leitung von Frau Stangl begeisterte mit spanischen Klängen und bekannten Tangomelodien. Die anspruchsvollen Stücke wie z.B. „Libertango“ von Astor Piazzolla oder der berühmte Pasodoble „Espana Cani“ wurden von den zum Teil sehr jungen Musikern und Musikerinnen auf beeindruckend hohem Niveau präsentiert. Danach kündigte Lenny Heunisch aus der Q13, der charmant durch das Programm führte, die erstmalige Aufführung des Stücks „Nr. 7a“ an, einer Eigenkomposition von Vincent Linhard aus der Klasse 10a. Diese Komposition war mehr oder weniger zufällig entstanden. Vincent hatte am Klavier improvisiert und seine Lehrerin Birgitta Stangl war davon so begeistert gewesen, dass sie meinte, man könne das mal mit der Bigband ausprobieren. Innerhalb von zwei Wochen arbeitete Vincent dann sein Musikstück für die verschiedenen Instrumente der Bigband aus und so konnte es beim Frühjahrskonzert erfolgreich zur Aufführung gelangen. Die rhythmisch sehr komplexen Soul- und Funknummern „Superstition“, „I got you“  und „Uptown Funk“ wurden von der Bigband mit großer Präzision und erstaunlich homogenem Bigband-Sound dargeboten und vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt.

Seit zwei Jahren gibt es am DGK eine Schulband, geleitet von Frau Zormeier und Herrn Mehringer. Diese ist aus den Konzerten nicht mehr wegzudenken. Kraftvoll wurden die beiden Sängerinnen Hannah und Lisa von der Band bei Liedern von Joris oder auch Sheryl Crow unterstützt.

Nach der Pause stand dann noch eine weitere Musikgruppe des Donau-Gymnasiums auf der Bühne, der Rock-Pop-Jazz-Chor unter der Leitung von Frau Zormeier. Leidenschaftlich brachten die Sängerinnen und Sänger aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 z.B. das bekannte Lied „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper oder „This is me“ aus „The greatest showman“ zur Aufführung. Dabei beeindruckten einige Schülerinnen und Schüler mit bravourös gesungenen Soloparts.

Den Abschluss des gelungenen Konzerts bildete das Stück „Come to the Cabaret“, bei dem alle beteiligten Chöre und Ensembles gemeinsam auf der Bühne standen. Dabei wurde der Text am Ende zu „Come to the DGK“ umformuliert.

Konzert 13
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Das Konzert endete mit Dankesworten an alle, die das Konzert mitgestaltet oder in der Vorbereitung unterstützt hatten. Die AG Licht und Ton z.B. sorgte für perfekten Sound und stimmige Beleuchtung und die SMV bereicherte die Pause durch einen Getränkeverkauf. Auch Anna Schaller wurde am Ende noch auf die Bühne gebeten. Als ehemalige Schülerin und begeisterte Musikerin hatte sie die diesjährige Chor- und Theaterfahrt nach Waldmünchen begleitet und dort die Bläserensembles bei der Probenarbeit unterstützt.

Für einige Abiturientinnen und Abiturienten war es leider das letzte Konzert ihrer Schullaufbahn. Deshalb wurden sie für ihren jahrelangen Einsatz mit kleinen Geschenken verabschiedet.

Petra Todt