Frederik Kluge – Gewinner des diesjährigen Kreisentscheids im Vorlesen

Unser Schulsieger im Vorlesewettbewerb 2024/25, Frederik Kluge aus der Klasse 6e, konnte auch im Kreisentscheid am 21. Februar mit seinem Vorlesetalent überzeugen.

Angetreten waren insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe aus den verschiedenen Schularten des Landkreises Kelheim. Wie bereits im Schulwettbewerb musste auch hier zunächst ein Ausschnitt aus einem frei gewählten Buch präsentiert werden, bevor es daran ging, einige Seiten aus einem unbekannten Jugendbuch vorzulesen. Beide Durchgänge meisterte Frederik überaus souverän, so dass er letztendlich als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorging.

Frederik wird nun unsere Schule im Bezirksentscheid vertreten, wofür wir ihm ganz fest die Daumen drücken.

P wie Polizist und S wie Schmetterling …

Das Motto der diesjährigen Faschingsfeier der Unterstufe lautete ‚Anfangsbuchstabe‘. Jedes Kind sollte sich also ein Kostüm aussuchen, das mit dem Anfangsbuchstaben seines Namens übereinstimmte. Ein Motto, das viele verschiedene Kostüme zum Ergebnis hatte: Haifisch, Judoka, Alphabet, Kuh, Gärtner, Handwerker, Prinzessin, Erdbeere – die Vielfalt war riesengroß!

Wie immer waren sehr viele Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufen der Einladung der Tutoren gefolgt und so herrschte schon unmittelbar nach Unterrichtsschluss ein hektisches und fröhliches Treiben im Schulhaus. Die Verkleidungen wurden ausgepackt, Schminke aufgetragen und Frisuren gestylt. Schließlich begann die Party traditionell mit der Modenschau. Die Crew von Licht und Ton hatte einen tollen Laufsteg, ergänzt mit bunten Scheinwerfern, gezaubert, so dass sich die Teilnehmer wie auf einem echten Runway fühlen konnten. Kein Wunder, dass es der Jury, bestehend aus drei Tutoren der 10. Jahrgangsstufe für die fünften Klassen und drei Tutoren aus der 9. Jahrgangsstufe für die sechsten Klassen, ganz schön schwer fiel, sich für die drei gelungensten Verkleidungen zu entscheiden. Schließlich gewannen Ida Maatje (5a) als intelligenter Baum vor Linda Hackelsperger (5c) als Lampe und Dominik Hunner (5e) als Donald Duck die Modenschau der fünften Jahrgangsstufe.

Felicitas Karl (6c) als Fuchs sowie Leonora Mecka (6a) als Lebkuchenhaus und David Minch (6a) als DJ lagen bei der sechsten Jahrgangsstufe vorne.

Im Anschluss an dieses Highlight durften die Kinder zehn verschiedene Spielestationen abklappern: Die Tutoren hatten Montagsmaler, Twister, die Reise nach Jerusalem, Skifahren, Masskrugstemmen und noch einige weitere lustige Stationen vorbereitet, so dass Langeweile an diesem Nachmittag keine Chance hatte.

Hier einige Eindrücke von den verschiedenen Spielestationen:

Fasching
Dosenwerfen
Schokoladeessen
Reise nach Jerusalem
Turnhalle Fasching
Skifahren
Twister
Masskrugstemmen hoch
previous arrow
next arrow

Einige Lehrerinnen und Lehrer unterstützten die Unterstufenbetreuerin und die Tutoren bei der Aufsicht – auch sie hatten sich an das Motto gehalten und waren mit ganz tollen Kostümen da. Ganz herzlichen Dank also an Frau Brauer, Frau Eder, Frau Dr. Meier, Frau Pfau, Frau Seidenberg und Herrn Sendlbeck. Ebenso herzlichen Dank an Herrn Mehringer und die Crew von Licht und Ton für die souveräne Unterstützung – ohne sie wäre die Modenschau nur halb so schön!

Obwohl die Faschingsfeier gerade erst vorbei ist, freuen wir uns schon auf die nächste Feier im kommenden Jahr. Mal sehen, welches Motto sich die Tutoren dafür aussuchen werden!

Petra Todt, Unterstufenbetreuerin

Die 6DE entdeckt den fairen Handel im Weltladen Kelheim

Am 16. Januar 2025 unternahm die Klasse 6DE mit 22 Schülerinnen und Schülern eine Exkursion in den Weltladen Kelheim. Bei sonnigem Wetter ging es zu Fuß los – der perfekte Auftakt für einen spannenden Tag.

Im Weltladen konnten die Kinder an einer Station interessante Informationen über Fair-Trade-Produkte, deren Herkunftsländer, Anbaugebiete und die Bedeutung von Siegeln erfahren. Sie entdeckten, wie fairer Handel dazu beiträgt, die Lebensbedingungen in den Ursprungsländern zu verbessern. Der zweite Teil fand im Begegnungszentrum der Evangelischen Kirche statt. Dort spielte die Klasse ein Positionsspiel, bei dem sie die Lebensbedingungen und das Konsumverhalten von Kindern in anderen Ländern nacherlebte.

Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, selbst Produkte aus dem Weltladen zu kaufen – besonders Schokolade und kleine Mitbringsel standen hoch im Kurs. Mit vielen neuen Eindrücken und begleitet von Sonnenschein machte sich die Klasse schließlich wieder auf den Heimweg. Ein informativer und bereichernder Tag, der allen in Erinnerung bleiben wird!

Ein herzliches Dankeschön an das Team des Weltladens Kelheim unter der Leitung von Frau Delong für diese besondere Erfahrung!

Marina Fruth

 

Nation und Nationalismus – über den Tellerrand geblickt

In den ersten Monaten der 12. Jahrgangsstufe beschäftigten sich die Geschichtskurse vor allem mit der gescheiterten deutschen Revolution von 1848/49 sowie der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871. Doch wie entwickelte sich die Idee der „Nation“ in den anderen europäischen Ländern, jenseits der deutschen Perspektive? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besuchten uns am 06. Dezember 2024 am Donau-Gymnasium Dr. Pezo und sein Kollege Dr. Kreuter vom Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg. Zunächst stellte Dr. Pezo den beiden Geschichtskursen von Herrn Marzahn und Herrn Urbansky die Arbeit des IOS vor, präsentierte aktuelle Publikationen, bot die Nutzung des Lesesaals an, versprach Hilfe bei Seminararbeiten oder Referaten und verwies auf die Möglichkeit zur Ableistung von Praktika am IOS.

Im Anschluss übernahm Dr. Kreuter den fachlichen Teil mit dem Thema „Der Nationalstaat und seine Entstehung. Kurze Übersicht über einen langen Prozess“. Als Einstieg präsentierte er eine Bilderserie auf Liebig-Extrakten aus dem Jahr 1899 zu den Hymnen und Nationalitäten Europas, wobei dieser musikalische Exkurs das nationale Durcheinander der damaligen Zeit offenbarte. Dies sollte dann auch der rote Faden des etwa einstündigen Vortrags sein, dass nämlich – so Dr. Kreuter – Nationen Konstrukte sind, die permanentem Wandel unterworfen sind und es dabei Verbindungen der Kulturen immer gegeben hat. Und so nahm Dr. Kreuter die Schülerinnen und Schüler mit auf den kühnen Ritt durch die europäische Landschaft und die Herrscherhäuser der vergangenen Jahrhunderte. So zeigte er anhand des englischen Throns die Verbindung zu den Fürstenhäusern des Festlands, welche zunächst wenig anglisiert waren: von Wilhelm von Oranien (1688) über die Könige aus dem Hause Hannover hin zum Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, dem späteren Hause Windsor (der deutsche Name schien im Umfeld des Ersten Weltkriegs nicht mehr opportun). Wenig national war auch der „Ausflug“ des bayerischen Otto von Wittelsbach auf den griechischen Königsthron in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dr. Kreuter verstand es auch, die Verbindungen Dänemarks mit Rumänien, seinem eigentlichen Forschungsschwerpunkt, herauszuarbeiten. Und er zeigte anhand eines Gemäldes von Ilja Repin mit dem Titel „Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief“ (1880-1891) die Bedeutung von Nationalismus in der Kunst. Mit diversen Faksimile-Drucken, Kartenarbeit und umfangreichen Detailwissen spannte Dr. Kreuter einen weiten Bogen und kehrte schließlich, den roten Faden aufgreifend, wieder zum Ausgangspunkt des Vortrags zurück, dass es nämlich nichts „Reines“ an Nationen gibt, sondern alles in Bewegung ist und Nationen somit ständig Einflüssen und Wechselwirkungen ausgesetzt sind. Dies erklärt auch die Existenz einer Carol-I.-Moschee (erbaut 1910-1912) in der ostrumänischen Stadt Constanta, benannt nach dem damaligen rumänischen König Karl I., der wiederum als Karl Eitel Friedrich Zephyrinus Ludwig von Hohenzollern-Sigmaringen aus christlichen deutschen Landen stammte.

Der Vortrag war der Beginn der Zusammenarbeit des IOS mit dem Donau-Gymnasium. Als herzliches Dankeschön an Dr. Pezo und Dr. Kreuter für diesen vielversprechenden Startschuss gab es zum Abschied passend zum Tag einen Schoko-Nikolaus.

S. Urbansky