
Dass Lernen und Hausaufgaben nur fast immer Spaß machen, weiß jeder! Wie man in jeder Lebenslage, nicht nur pflichtbewusst, sondern motiviert und erfolgreich an diese Angelegenheiten herangehen kann, wurde allen Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufe des Donau-Gymnasiums beim Projekttag „Lernen lernen“ vertraut gemacht.
Gemeinsam mit dem Übertrittsberater des Landkreises Kelheim Werner Forster und der Beratungslehrerin Michaela Mallmann hatte sich ein Team aus unterschiedlichen Lehrern versammelt, um die Neuankömmlinge des Gymnasiums mit vereinten Kräften in effektivem, schnellem und erfolgreichem Lernen in vier unterschiedlichen Workshops zu schulen.

Die Mathematiklehrer Christoph Auer und Thomas Harrieder erläuterten sinnvolle Übungen und die optimale, langfristig angelegte Vorbereitung auf Leistungserhebungen im Fach Mathematik. Spätestens zwei Wochen vor der Schulaufgabe sollte mit der Wiederholung des Lernstoffes und zusätzlichen Übungen begonnen werden. Der Englischlehrer Florian Hartmann hatte sich das Vokabellernen vorgenommen und empfahl den Schülerinnen und Schülern die effektivsten Lernstrategien wärmstens und warnte vor den falschen. Ein Vokabelkasten hilft, die Wörter in unterschiedlichen Reihenfolgen und Kontexten abzurufen. Den Schülerinnen und Schülern kam es besonders hart an, dass das Smartphone beim Lernen nichts zu suchen hat und außer Reichweite aufbewahrt werden muss. Das Büffeln in den Lernfächern übernahm Tanja Merschel, die am Donau-Gymnasium in der 5. Jahrgangsstufe Natur und Technik unterrichtet und gemeinsam mit der Beratungslehrerin Michaela Mallmann, die auch Lerncoach am Gymnasium ist, den Projekttag veranlasst hatte. Tanja Merschel vermittelte den Schülerinnen und Schülern den sinnvollen Umgang mit Lernmaterialien, eine saubere Heftführung und wie man aus schwierigen Textvorlagen die wichtigen Informationen herausfiltert und diese auch mithilfe von Mindmaps lernt. Bunte Farben und Textmarker sind dabei unerlässlich, stellten die Lernenden erfreut fest. Irgendwie selbstverständlich, aber doch nicht allen in der Bedeutung klar, erkannte man, dass aus einem schönen, strukturierten und vollständigen Heft tatsächlich am besten gelernt wird. Gemeinsam mit dem Übertrittsberater Werner Forster von der Grundschule Mainburg hatte sich die Beratungslehrerin Michaela Mallmann das Thema „Lernen leicht gemacht“ vorgenommen. Zuerst wurden in jeder Klasse die klassenspezifischen Lernteufel ausgemacht. Schnell kristallisierten sich die Top 3 dieser kleinen Lernteufel heraus: Neben der Ablenkung, die fehlende Lust und zu guter Letzt – auch manchem Erwachsenen noch nicht ganz vergessen – das Lernen auf den letzten Drücker. Im Anschluss wurden Strategien aufgezeigt, wie diese Lernteufel leicht zu besiegen sind. Es wurde die optimale Arbeitszeit eruiert, die Bedeutung eines festen Arbeitsplatzes samt seiner Beschaffenheit verdeutlicht, die sinnvolle Organisation der Hausaufgaben und der Vorbereitung auf den nächsten Schultag besprochen. Unerlässlich für das Lernen, gerade für das schnelle und effektive, ist die optimale Konzentration. Wie man die erreicht und verbessert, war das beherrschende Thema dieses Workshops.
Zahlreiche Übungen verdeutlichten in allen vier Workshops eindringlich die Bedeutung des Wechsels zwischen Theorie und Praxis, zwischen mündlichem und schriftlichem Lernen, zwischen leichtem und schwerem Lernstoff. Erstaunt nahmen die Kinder zur Kenntnis, dass sie nicht mit dem schwersten Lernstoff beginnen sollen, um den möglichst schnell loszuwerden. Das Gehirn benötigt wie der Sport erst eine Anlaufphase. Um unnötige „Lernverletzungen“ zu vermeiden, sollte man mit einer leichten Gehirnübung beginnen, sich also wie im Sport auch für das Lernen aufwärmen.
Am Ende des Vormittags war man sich sicher, dass der Spaß beim Lernen und die Freude an der Schule nicht aufhört, sondern anfängt, wenn man weiß, mit welchen Tricks man dem Lernteufel das Leben schwer und sich das Lernen leicht macht! Das Projekt hat gezeigt, wie wichtig die Partnerschaft zwischen Grund- und weiterführenden Schulen ist. Aus diesem Grund wollen Werner Forster als Übertrittsberater für den Landkreis Kelheim und das Donau-Gymnasium die Zusammenarbeit weiter ausbauen!
Michaela Mallmann, Werner Forster